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Social Media erst ab 13: Was die Pläne der Bundesregierung für Creator bedeuten

Die Bundesregierung will Kinder unter 13 Jahren aus sozialen Netzwerken heraushalten und Empfehlungsalgorithmen für Minderjährige standardmäßig abschalten. Das Kabinett hat dazu am 14. Oktober Eckpunkte beschlossen. Für Creator mit jungem Publikum kann das Reichweite kosten.

Von Lina Caspari, Redaktion Creator Bubble: Plattformen, Geld, Deals, Köpfe, Recht

Social Media erst ab 13: Was die Pläne der Bundesregierung für Creator bedeuten
Grafik: Redaktion

Das Bundeskabinett hat am 14. Oktober 2026 Eckpunkte für den Kinder- und Jugendmedienschutz beschlossen. Kern ist eine Altersgrenze: Kinder unter 13 Jahren sollen keinen Zugang zu sozialen Netzwerken haben. Für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren sind abgestufte Beschränkungen vorgesehen. Grundlage sind 56 Empfehlungen einer unabhängigen Expertenkommission.

Die Plattformen sollen stärker in die Pflicht genommen werden. Suchtfördernde Designs sollen schon bei der Entwicklung verhindert werden, algorithmische Empfehlungssysteme für Minderjährige standardmäßig ausgeschaltet sein. Für die Altersprüfung setzt die Bundesregierung ab 2027 auf die staatliche EUDI-Wallet. Bis europäische Regeln greifen, ist eine nationale Übergangsregelung geplant; auf EU-Ebene unterstützt die Regierung einen „EU KIDS Act“ mit einer Altersgrenze von 13 Jahren. Bundesfamilienministerin Karin Prien nennt „Schutz, Befähigung und Teilhabe“ als Grundlage.

Beschlossen sind Eckpunkte, kein Gesetz. Wie die Altersgrenze technisch durchgesetzt wird und was genau für 13- bis 15-Jährige gilt, muss ein Gesetzentwurf erst festlegen.

Was das für Creator heißt

Wer ein junges Publikum hat, sollte die Pläne ernst nehmen. Kinder unter 13 dürften bei einer Umsetzung als Zuschauer auf den Plattformen wegfallen, und wenn Empfehlungsalgorithmen für Minderjährige standardmäßig aus sind, kommen Videos bei 13- bis 17-Jährigen seltener über den Feed an. Creator in Gaming, Comedy und Lifestyle mit hohem Anteil junger Zuschauer sollten ihre Altersstruktur in den Plattform-Statistiken prüfen und Kanäle aufbauen, die nicht vom Algorithmus abhängen, etwa Newsletter oder Communities.

Quelle

Laut Creator Bubble

„Die Bundesregierung will Kinder unter 13 Jahren aus sozialen Netzwerken heraushalten und Empfehlungsalgorithmen für Minderjährige standardmäßig abschalten. Das Kabinett hat dazu am 14. Oktober Eckpunkte beschlossen. Für Creator mit jungem Publikum kann das Reichweite kosten.“

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